
Früher war die gängige Meinung: „Warte, bis dein Welpe ein Jahr alt ist, bevor du mit dem Training beginnst.“ Diese Ansicht basierte auf der Annahme, dass jüngere Hunde noch nicht reif genug für strukturiertes Lernen seien.
Heute haben wir jedoch ein tieferes Verständnis der caninen Entwicklung gewonnen. Wir wissen jetzt: Der Lernprozess beginnt in dem Moment, in dem der Vierbeiner in unser Leben tritt, unabhängig davon, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Jede Interaktion, jede neue Erfahrung formt die Persönlichkeit und das Verhalten unseres neuen Familienmitglieds.
Stell dir deinen Welpen als einen kleinen, neugierigen Entdecker vor. Sein Gehirn ist wie ein Schwamm, der jede Erfahrung begierig aufsaugt und verarbeitet. Von der sanften Ansprache deiner Stimme über das Knistern der Leckerli-Tüte bis hin zum fröhlichen Spiel im Garten: All diese Momente sind wertvolle Lerngelegenheiten, die den Grundstein für eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung legen.
Lern deinen Welpen richtig kennen. Finde heraus, was dein neuer Begleiter mag und was nicht. So kannst du gezielt Spaß in jede Übung bringen und bereits früh an kleinen Unsicherheiten arbeiten.
Mach das Lernen zum Highlight des Tages. Entdecke gemeinsam mit deinem Welpen die Freude am Lernen! Ob im Wohnzimmer oder im Park, überall kann spielerisch gelernt werden. So wird jeder Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer.
Nutze die „Superpower“ deines Welpen. In den ersten Monaten lernt dein Welpe besonders schnell. Nutze diese Zeit, um tolle Erfahrungen zu sammeln und wichtige Grundlagen zu legen!
Baut eine unzertrennliche Freundschaft auf. Jetzt ist die perfekte Zeit, um eine starke Bindung aufzubauen. Zeig deinem Welpen, dass du der coolste Mensch auf der Welt bist und immer für ihn da sein wirst. Wie du diese Verbindung in ganz kleinen Schritten aufbaust, zeige ich dir in Die Ein-Minuten-Revolution.
Dein Welpe ist wie ein kleiner Superheld in Ausbildung: Seine Knochen und Gelenke brauchen noch etwas Zeit, um richtig stark zu werden. Deshalb gehen wir’s langsam an und steigern das Training erst, wenn der Hund bereit dafür ist. Etwa mit einem Jahr empfiehlt es sich ein Röntgenbild der Gelenke anfertigen zu lassen. Der Tierarzt gibt uns grünes Licht für die nächste Trainingsphase!
Beim Training ist es wie beim Kochen: Die richtige Mischung macht’s! Zu viel Action könnte der Entwicklung deines Welpen schaden, aber ein gewisses Maß an Belastung braucht er für die Entwicklung der Knochen und Gelenke. Die Herausforderung liegt darin, die perfekte Balance zu finden, damit dein Hund gesund und glücklich aufwächst. Mehr zum Thema Balance im Training findest du hier.
Deshalb starte ich im Kurs Basics für Sporthunde ganz entspannt mit den Grundlagen, ohne Agilitygeräte. Später, wenn dein Hund älter ist, können wir richtig loslegen. Durch die erlernten Basics ist das Training dann super effektiv und macht dir und deinem Hund auch viel Spaß!
Wir beginnen mit den grundlegenden Elementen, dem Fundament für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Mensch und Hund. In dieser Phase geht es darum, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und die Welt aus der Perspektive deines Welpen zu entdecken. Das Training der Agility-Geräte wird zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt, wenn dein Hund die notwendigen Grundlagen verinnerlicht hat und körperlich dafür bereit ist. Ein gutes Beispiel ist das Fokuskommando: Es lässt sich ganz ohne Geräte aufbauen und ist später die Grundlage für die Arbeit auf Distanz.
Warum sind diese Basics so entscheidend für den weiteren Trainingserfolg?
So könnt ihr später die Agility-Geräte schnell aufbauen, wenn euer Hund alt genug dafür ist.
Die folgenden grundlegenden Fähigkeiten sind wesentliche Bausteine für das zukünftige Agility-Training deines Hundes. Betrachte sie als einen vielseitigen Werkzeugkasten, auf den du zurückgreifen kannst, wenn du später fortgeschrittenere Übungen trainierst. Je mehr Werkzeuge du im Repertoire hast, desto effizienter kannst du arbeiten.
Bevor du deinen Hund an Agility-Geräte heranführst, sollte er das hier beherrschen:
In den ersten Monaten mit deinem neuen Familienmitglied wirst du mit dem Training dieser Grundlagen jede Menge Spaß haben! Der Kurs „Basics für Sporthunde“ ist wie ein roter Faden und versorgt dich mit vielen altersgerechten Übungsideen.
Denk dran: Das ist nur eine Richtlinie, wann ich frühestens mit dem Gerät starten würde. Jeder Hund ist einzigartig und lernt in seinem eigenen Tempo. Diese Reihenfolge hat sich bei mir bewährt, aber pass sie gerne an deinen Hund an.
Und vergiss nicht das Wichtigste: Hab immer Spaß beim Training mit deinem Welpen!

Ich laufe seit 23 Jahren Agility und gebe seit 16 Jahren mein Wissen an andere Teams weiter. Psychologie und E-Learning habe ich studiert, deshalb erkläre ich in meinen Artikeln nicht nur was, sondern auch warum.
Mehr über mich →In der Kursbibliothek findest du den passenden Aufbau Schritt für Schritt, mit Videoanleitungen und echten Korrekturen.